Bundesrat will Ressourceneffizienz in der Verfassung verankern

Der Bundesrat hat im Januar einen Gegenvorschlag zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit in die Vernehmlassung geschickt. Er setzt unter anderem auf eine ressourceneffiziente Nahrungsmittelproduktion und auf nachhaltigeren Konsum.

​Mitte Januar 2015 hat der Bundesrat einen direkten Gegenentwurf zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit des Schweizer Bauernverbandes in die Vernehmlassung geschickt. Im Gegensatz zur Initiative will er die Nahrungsmittelversorgung der Schweiz aber nicht primär über die inländische Produktion gewährleisten. Stattdessen setzt er auf das Zusammenspiel von fünf zentralen Aspekten: So soll einerseits die landwirtschaftliche Fläche als Grundlage für die Nahrungsmittelproduktion in der Schweiz gesichert werden. Andererseits möchte er aber auch den Zugang zu internationalen Agrarmärkten sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft gewährleisten.

Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum

Die Regierung legt ausserdem grossen Wert auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen, sowohl in der Produktion als auch beim Konsum von Lebensmitteln. Das Potential der inländischen Produktion soll im Rahmen der ökologischen Grenzen besser ausgeschöpft und dabei die Ressourceneffizienz verbessert und die Emissionen verringert werden. Auf Seiten der Konsumenten sollen die Nachfrage nach Produkten aus einer nachhaltigen Landwirtschaft steigen und Verluste sowie Lebensmittelabfälle sinken.

Die Vernehmlassung des Gegenentwurfs zur Initiative für Ernährungssicherheit läuft bis am 14. April 2015.